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Was herkömmliche Autohersteller mit Kleiderschränken zu tun haben oder: warum Tesla Motors die Nase vorn hat

Was herkömmliche Autohersteller mit Kleiderschränken zu tun haben oder: warum Tesla Motors die Nase vorn hat

Was haben konventionelle Produktionsfabriken von Autos und ein aus der Mode geratener Kleiderschrank gemeinsam?Wissen Sie auf Anhieb nicht so recht? Lassen Sie uns Ihnen diesen auf den ersten Blick möglicherweise absurd klingenden Vergleich kurz erläutern.

 

Das große Ich-entrümpel-heute-meinen-Schrank-bis-aufs-Äußerste läuft doch bei nahezu bei jedem gleich ab: Man hält zum x-ten Mal dasselbe angestaubte, sichtlich in die Jahre gekommene Stück Stoff in der Hand. Hinzu kommt, dass man bei vorliegendem Textil schlimmstenfalls nicht mal mehr weiß, welche Körperpartie es ursprünglich einmal bedecken sollte. Klar ist auf jeden Fall, dass es den Weg zurück zu den Alltagsklamotten nie mehr finden wird und man sich besser davon trennen sollte, um Platz für Neues zu schaffen.

Vor diesem Problem stehen auch viele Automobilproduzenten, wenn es um die Herstellung zukunftsträchtiger E-Mobile geht. Zahlreiche Hersteller können sich nämlich nicht von ihren Produktionsstätten mit teils veralteten Strukturen verabschieden, sodass die Produktionsprozesse selbst häufig nicht optimal sind. Tesla Motors distanziert sich dabei klar von solch konventionellen oder gar rückständigen Produktionstechnologien und setzt stattdessen auf neue Fabriken (Gigafactory, Nevada), die penibel genau auf die Besonderheiten von E-Mobilen zugeschnitten sind. Tesla-Visionär Elon Musk will durch hypereffiziente Maschinen die Produktionsgeschwindigkeit der Tesla-Autos um ein Vielfaches beschleunigen. Am Ende kann in den Produktionsstätten der Marke Tesla Motors auf geringerer oder gleicher Fläche vergleichsweise viel mehr hergestellt werden. Die Zauberformel Musks lautet also: „Weniger Kapital, mehr Output!“

Ein weiterer Grund, warum Tesla in der Elektromobilbranche die Nase vorn hat, ist seine „All-in-one-Strategie.“ Fokussiert wird sich „nur“, dafür aber zu 100 Prozent, auf Autos mit Elektroantrieb. Mit Erfolg! Ausgeklügelte technische Konzepte sorgen dafür, dass jedes Detail seinen optimalen Platz findet und insgesamt ein optimales Match entsteht. In diesem Punkt ist Tesla Motors gewöhnlichen Automobilherstellern einen großen Schritt voraus. Denn was nutzt es, die Autobatterie eines E-Autos dort zu montieren, wo im Normalfall der Dieselmotor liegt? Hier lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, statt Bewährtes ohne größeres Hinterfragen zu übernehmen und Innovationen auf den Markt zu bringen.

 

Quelle: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9526468-teslas-automatisierungsstrategie-wahre-vorteil-gegenueber-deutschlands-autobranche