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eMobility-Faktencheck #6: geräuschloseres Fahren des Elektroautos verursacht kein signifikant höheres Unfallrisiko

eMobility-Faktencheck #6: geräuschloseres Fahren des Elektroautos verursacht kein signifikant höheres Unfallrisiko

Wer zum ersten Mal in seinem Leben ein Elektroauto fährt, ist meistens gleich beim Start überrascht. Denn wenn bei Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb der Motor deutlich zu hören ist, gleitet das E-Mobil mit einem geräuschloseren Surren davon. Elektroautos werden häufig dafür verantwortlich gemacht, dass sie Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern aufgrund des leisen Geräusches verursachen. Doch ist die schlechte Geräuschwahrnehmung nur ein Problem der Elektro-Autos? Mehr im Faktencheck!

Eine Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen deckt auf, dass dies durchaus auch auf Fahrzeuge mit anderer Antriebstechnik zutrifft. Bei konstanter Geschwindigkeit im Stadtbereich besteht in der Wahrnehmbarkeit kein Unterschied zwischen modernen Benzinfahrzeugen und Elektroautos. Weil mit steigendem Tempo das Abrollgeräusch der Reifen auf der Fahrbahn zunimmt, sind sie bei höheren Geschwindigkeiten vergleichbar laut wie herkömmliche Pkw.
Das Elektroauto ist in Bezug auf die Geräuschwahrnehmung genauso sicher beziehungsweise unsicher wie der moderne Benziner. Bisher sei auch kein signifikant höheres Unfallrisiko von leisen Benzinmodellen bekannt.

Ob man mit künstlichen Sounds nachhelfen sollte ist fraglich. Ein Vorschlag der staatlichen Umweltschützer ist es Autos mit einem manuell auslösbaren Hinweissignal auszustatten, damit Fußgänger oder Radfahrer auf den Wagen aufmerksam gemacht werden.

 

Quelle: http://www.zeit.de/mobilitaet/2016-11/elektroautos-kuenstliche-geraeusche-sicherheit-strassenverkehr/seite-2