Allgemein

Feinstaub und Stickoxide: Die Menge macht das Gift

Feinstaub und Stickoxide bereiten der Bevölkerung in manchen deutschen Städten bereits seit geraumer Zeit große Sorgen. Eine zu hohe Dosis kann für die Bewohner gesundheitlich äußerst gefährlich sein, im schlimmsten Fall sogar zu Krebskrankheiten oder Lungenentzündungen führen.

Grundsätzlich existiert sowohl für den Feinstaub als auch für die Stickoxide ein gesetzliches Limit, das den zulässigen Anteil der Stoffe in der Luft in ganz Europa regelt. Für Stickoxid liegt der Richtwert aktuell beispielsweise bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im jährlichen Durchschnitt. Was die Grenzdaten von Feinstaub betrifft, so sind höchstens 35 Tage jährlich erlaubt, an denen der limitierende Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überstiegen werden darf.

In einigen deutschen Städten wird dieser Grenzwert allerdings weitaus überschritten, allen voran in Stuttgart. Dort war der Wert 2016 sogar doppelt so hoch.

Ein Verkehrsstau mit mehreren Fahrzeugen verursacht Feinstaub
Feinstaubproblem: Großstädte sind besonders betroffen.
Foto: pixabay.com

Ursachen der Luftverschmutzung

Die teils höhere Belastung mancher Städte hat mehrere Hintergründe und geht oft auch mit geographischen Begleiterscheinungen einher. Im Fall Stuttgarts spielt zum Beispiel die Kessellage sowie die generelle Windstille vor Ort eine entscheidende Rolle. Als Hauptgrund und negativer Einfluss zur schlechten Luftqualität diverser Städte ist aber vor allem der hohe Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen zu nennen.

Die Lösung: Hausarrest für alte Diesel-Modelle

Nachdem sich das „Feinstaub-Problem“ langsam zum Besseren entwickelt und die Anzahl der grenzüberschreitenden Tage sich eher verringert bleibt das „Stickoxid-Problem“ noch immer bestehen. Letzterem will man nun durch diverse politische Maßnahmen begegnen. Ein Vorschlag zur Verringerung der Stickstoffoxide wäre demnach das für 2018 vorgesehene Fahrverbot an extrem schadstoffbelasteten Tagen bzw. Gebieten. Dieses betrifft Dieselfahrzeuge, die von der Abgasnorm Euro 6 abweichen. Eine weitere Lösung wäre die sogenannte blaue Plakette, die Fahrzeuge mit besonders hoher Schadstoffemission ab dem Jahr 2020 von den Straßen verbannen würde.

Schadstoffentlastung statt Feinstaub

Cem Özdemir, Parteichef der Grünen, sieht die Schuld für die schlechte Luftqualität mancher Städte im fehlenden Handlungswillen der Regierung. Er plädiert für die Schadstoffentlastung in Deutschlands Städten durch die stärkere Fokussierung auf das Thema Elektromobilität, das die deutsche Automobilindustrie seiner Meinung nach lange verschlafen habe.

Quellen: